St. Matthäus
Kirche von 1117
Die erste Kirche
Wenn man die Allrather Kirche durch den Haupteingang betritt, findet man rechts an der Umfassungsmauer eine Tafel mit den Jahreszahlen 1117 – 1792 – 1965. Diese bilden den geschichtlichen Rahmen für das Dorf und seine Kirche, wie er sich anhand des Gründungsweihesteins der ersten Kirche sowie bekannter Urkunden und Veröffentlichungen darstellen lässt.
Kirche von 1792
Die zweite Kirche
Die Kirche befand sich nach mehr als 670 Jahren in einem sehr schlechten baulichen Zustand. Gegen Ende des 18. Jh. wurde deshalb beim zuständigen Kapitel in Jülich der Bau einer neuen Kirche beantragt. Die zuständigen Gremien schwankten jedoch lange mit ihrer Entscheidung, da sich zur gleichen Zeit neben Allrath auch Gierath um einen Neubau bemühte. Noch 90 Jahre später erzählte man im Dorf mit Stolz und einer gewissen Schadenfreude – so schilderte Vikar Hermann Joseph Heckhausen es 1883 gegenüber Heinrich Hubert Giersberg – dass der damalige Küster von Allrath – ein Christian Krey aus Königshoven, ehemals Schuster im Welchenberger Kloster – vorher Kenntnis von der Ankunft eines Canonicus von Jülich bekam. Schicksal – oder auch „gute Beziehungen“?
Kirche von 1967
Die dritte Kirche
Trotz aller Reparaturen befand die Kirche sich in den 1950er-Jahren in einem sehr schlechten, für ein Gotteshaus unwürdigen Zustand. Die Feuchtigkeit war bis zu einer Höhe von 4 m ins Mauerwerk eingedrungen. Nach einer Besichtigung und Überprüfung durch den Erzdiözesanbaumeister und den Landeskonservator im Jahr 1960 kamen beide zu dem Ergebnis, dass eine Restaurierung mehrere Hunderttausend DM kosten würde. Im Hinblick auf die damals entstehenden neuen Siedlungen sah man die Kirche auch als zu klein an und legte dem Kirchenvorstand deshalb nahe, den Abbruch der alten Kirche zu erwägen und einen Neubau zu beantragen.
