Wegekreuze

Historisches zum Wegekreuz ‚B 59‘

Das hier beschriebene Wegekreuz, welches seit vielen Jahren durch die Sankt Sebastianus Bruderschaft Allrath 1533 gepflegt wird, steht auf Bundesgelände am Rand der Bundesstraße 59 (B 59) auf der rechten Seite in Fahrtrichtung Grevenbroich, in Höhe des Parkplatzes der Fa. HYDRO AG (früher VAW / RHEBAG).

Das Kreuz wurde Mitte der 1950er Jahre (genaues Errichtungsdatum nicht bekannt) an einer anderen, etwas näher zu Allrath liegenden Stelle errichtet. Das Wegekreuz wurde In Folge eines tödlichen Verkehrsunfalls während eines starken Gewitters durch einen Motoradfahrer an dieser Stelle (nicht weiter belegbare Hinweise geben an, dass der Motoradfahrer vom Blitzschlag tödlich getroffen wurde und es dadurch zu dem Unfall gekommen sei) auf der B 59 errichtet.

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Standort Wegekreuz an der B 59

Die Errichter des Kreuzes waren Angehörige des Opfers, die aber unter allen Umständen anonym bleiben wollten; so jedenfalls die Aussagen von Anliegern / Pächtern der Felder bzw. von älteren Allrather Bürgerinnen und Bürgern, die sich zwar noch vage an diese Geschehnisse erinnern konnten, aber auch keine weiteren Einzelheiten kannten. Selbst Rückfragen bei den örtlichen Behörden konnten hierzu keine sicheren Erkenntnisse mehr liefern.

Durch die Anlage eines Radweges entlang der B 59 und die Befestigung / Verbreiterung eines Feldwegzuganges stand das Wegekreuz 1964/65 im Baubereich der Anlagen und sollte entfernt werden. Auf Drängen des damaligen Brudermeisters und späteren Ehrenbrudermeisters der Sankt Sebastianus Bruderschaft Allrath, Peter Brosch (†), -selbst auch Anlieger eines der angrenzenden Felder-, und vieler Allrather Bürger, wurde schließlich im Jahre 1967 ein neuer Standort –ca. 100 m weiter in Richtung Grevenbroich- gefunden werden.

Da dieses Wegekreuz bis heute dem Bund gehört, wurde es über viele Jahre nur unzureichend bis gar nicht gepflegt, da die Verwaltung der Stadt Grevenbroich sich nicht zuständig fühlte und auf den Bund verwies, der sich aber nicht um dieses Wegekreuz kümmerte. Da weder Betroffene oder gar die Errichter des Kreuzes nicht mehr zu ermitteln waren, ergriff die Sankt Sebastianus Bruderschaft Allrath 1533, unter Führung des Brudermeisters Ulrich Hassels und mit Unterstützung der Kirchengemeinde St. Matthäus Allrath, Anfang des Jahres 1992 die Initiative und stellte bei der Stadt Grevenbroich den Antrag, auch dieses Wegekreuz in ihre Obhut übernehmen zu dürfen. Nach einigen Gesprächen mit der Stadtverwaltung, erhielt die Sankt Sebastianus Bruderschaft Allrath 1533 mit Schreiben vom 31.07.1992 die offizielle Übertragung des Wegekreuzes in ihre Obhut.
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Wegekreuz an der B 59

Seit diesem Datum pflegt nun die Bruderschaft das Kreuz und sorgt dafür, dass das Kreuz durch entsprechende Baumschnitte von der Straße aus gut sichtbar bleibt und stets ein ansehnliches Bild gibt. Für das Jahr 2016 sind Restaurierungsarbeiten am Wegekreuz geplant. 

Mit dieser Wegekreuz konnte die Sankt Sebastianus Bruderschaft ein weiteres, wichtiges Zeugnis für Allrath in ihre Obhut übernehmen. Auch hier gibt es eine Bitte seitens der Bruderschaft: „Bitte auf Sauberkeit achten!“. Leider muss auch an diesem Wegekreuz immer wieder festgestellt werden, dass es Zeitgenossen gibt, die ihre Abfälle einfach so in die Umgebung wegwerfen, da, wo es ihnen genehm ist und die Beseitigung gerne Anderen – nämlich der Sankt Sebastianus Bruderschaft Allrath 1533 – überlassen. Schade, dass es so etwas immer wieder gibt!